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Rüdiger Nehberg
Rüdiger Nehberg

Rüdiger Nehberg

Nehberg wurde 1935 in Bielefeld geboren und unternahm schon als Dreijähriger seine erste „Expedition“ – zu seiner Großmutter am anderen Ende der Stadt.

Von 1951 bis 1960 begann er mit Radtouren um die halbe Welt. Ab 1965 war er 25 Jahre lang selbstständiger Konditor in Hamburg.

1971 wollte er erstmals den Blauen Nil befahren. Nach zwölf Tagen blieb das Boot jedoch in einem Affenbrotbaum hängen und konnte nicht mehr befreit werden. Der zweite Versuch 1972 gelang schließlich, wobei sie gar von feindseligen Eingeborenen beschossen wurden.

Zum dritten Mal befuhr er den Blauen Nil 1975. Einheimische Räuber überfielen die Gruppe, wobei Fotograf und Kameramann Michael Teichmann bei einer Schießerei tödlich getroffen wurde.

Seit 1980 engagiert sich Nehberg für das Indianervolk der Yanomami in Südamerika. Als Urwald-Test führte er im folgenden Jahr einen „Deutschlandmarsch“ durch und legte rund 1.000 Kilometer zurück – er lebte dabei nur von dem, was er in der Natur fand. Das ZDF dokumentierte die Aktion.

Mit einem aus einer 350 Jahre alten Tanne bestehenden Floß überquerte er 2000 den Atlantik. Damit half er den Yanomami-Indianern, dass ihnen ein geschütztes Reservat zugestanden wurde.

Bei einer Aktion 2003 im brasilianischen Regenwald galt er als zwischenzeitlich als verschollen, durchquerte jedoch in 25 Tagen den Urwald.

Mit seiner im Jahr 2000 gegründeten Menschenrechtsorganisation TARGET ging Nehberg gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien vor. Nach einer 2006 von der Organisation organisierten Konferenz wurde diese Praxis von führenden islamischen Rechtsgelehrten verurteilt, 2009 in einer Fatwa gar als „Teufelswerk“ bezeichnet und unter allen Umständen verboten.

Am 1. April 2020 verstarb Rüdiger Nehberg in seinem Heimatort Rausdorf.

Sein Leben am Limit – Querschnitt durch ein aufregendes Leben

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Menschenrechtler, Abenteurer und Aktivist. „Sir Vival“ Rüdiger Nehberg beehrt „Expedition Erde“ mit einem weiteren unvergesslichen Auftritt! Er ist der Altmeister der Überlebenskunst und zeigt seinen besten Vortrag.
Lagerfeuergeschichten

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„Sir Vival“ erzählt aus seinem Leben. Geschichten – spannend, skurril, aberwitzig, berührend, aufrüttelnd, authentisch und selbstironisch. Gäbe es die vielen Bilder nicht, manche wären einfach nicht zu glauben.

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