





Gerhard Czerner entführt dich auf eine inspirierende Reise zum „Patagonien Asiens“ und zu den fünf Schatzkammern des großen Schnees. Das wird ein Abend über die Grenze zwischen Hochmut und Demut!
In der Turkestan Range, tief im Grenzgebiet zwischen Kirgistan und Tadschikistan, verbirgt sich eine Region, die hierzulande nahezu unbekannt ist. Unter Kletterern genießt sie aufgrund ihrer gewaltigen, steilen Granitwände bereits einen legendären Ruf als das „Patagonien Asiens“. Doch für Mountainbiker sind die einsamen Täler bis heute ein weißer Fleck auf der Landkarte.
Gerhard Czerner hat sich auf das Wagnis eingelassen, diese steilen Pfade erstmals mit dem Mountainbike zu erkunden. Was er fand, war eine Reise der Extreme: Er erlebte asketische Lebensumstände und schloss neue Freundschaften. Er kämpfte sich durch endlose Tragepassagen und Schneestürme, wurde dann aber mit spektakulären Abfahrten und der Erkundung des ersten Freeridespots in Kirgistan belohnt.
In Montenegro verbirgt sich mit einer Tiefe von bis zu 1.300 Metern die gewaltigste Schlucht unseres Kontinents: die Tara-Schlucht. Von den Einheimischen wird der Fluss aufgrund seines kristallklaren Wassers liebevoll die „Träne Europas“ genannt. Der spektakulärste Teil dieser Wildnis liegt eingebettet im Durmitor-Nationalpark, einem UNESCO-Weltnaturerbe von unvergleichlicher Schönheit.
Drei Tage lang fuhr er durch die schroffe Bergwelt des Durmitor, campierte unter freiem Himmel am Lagerfeuer und trat schließlich die Abfahrt hinunter zur imposanten Đurđevića-Brücke an.
Am Ufer der Tara folgte die Verwandlung: Nach dem Aufblasen der Boote musste das gesamte Equipment – inklusive der Fahrräder – sicher auf den kleinen Packrafts verstaut werden. Ein Balanceakt auf engstem Raum, denn ein zweitägiger, wilder Ritt durch Stromschnellen der Wildwasserklasse 3 stand bevor.
Im Osten Nepals, direkt an der Grenze zum indischen Bundesstaat Sikkim, thront der Kangchendzönga. Sein Name stammt aus dem Tibetischen und bedeutet ehrfürchtig „die fünf Schatzkammern des großen Schnees“. Dass der Schnee hier nicht nur ein Name, sondern ein unerbittlicher Teil der Realität ist, durfte Gerhard auf der Mountainbike-Expedition in die steilen, von dichtem Bergurwald bewachsenen Täler am Fuße dieses Giganten am eigenen Leib erfahren.
In der Sicherheit des heimischen Wohnzimmers klang der Plan spannend und machbar. Doch die Realität holte ihn bereits am ersten Tag ein: knapp 2.000 Höhenmeter Treppensteigen – mit dem Mountainbike auf dem Rücken. Und es sollte nicht leichter werden. Ungewöhnliche Wetterkapriolen brachten enorme Neuschneemengen, die dünne Luft tat ihr Übriges, sodass irgendwann klar war: Die Idee, so verlockend sie auch war, ließ sich nicht erzwingen. Schweren Herzens musste der Plan einer Überschreitung der höchsten Pässe aufgegeben werden.
Es ist die Geschichte einer Reise, die mit dem Hochmut der Planung begann, schmerzhaft an die eigenen Grenzen führte und schließlich mit jener tiefen Demut belohnte, die man oft angesichts der unbezähmbaren Natur erlernt.
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